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Mus
Beschreibung
Es handelt sich um ein spanisches Kartenspiel, das im Baskenland entstanden ist. Die erste Erwähnung dieses Spiels geht auf das Jahr 1745 zurück, als Don Manuel de Larramendi, ein baskischer Philologe und Jesuit, es in seinem dreisprachigen Wörterbuch (Baskisch-Spanisch-Latein) erwähnte.
Es wird von zwei gegnerischen Spielerpaaren mit dem spanischen Kartenspiel gespielt, einem Kartenspiel mit 40 Karten ohne Achten und Neunen sowie ohne Joker. In der Regel zählen alle vier „3er“-Karten als Könige und alle vier „2er“-Karten als Asse. In den verschiedenen Regionen Spaniens gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Spielregeln.
In jeder Spielrunde wird entweder „Mus“ (Ablegen) vereinbart oder gestoppt. Anschließend werden vier Wetten auf dieselbe Kartenhand abgeschlossen:
* „Grande“ (Größte): Man spielt um die höchste Kartenkombination; auf Baskisch „handiak“ (die Großen).
* „Pequeña“ oder „Chica“ (Kleinste): Man spielt um die niedrigste Kartenkombination.
* „Pares“ (Paare): Man spielt um die beste Kombination aus passenden Karten; auf Baskisch „pareak“.
* „Juego“ (Spiel): Man spielt um Karten mit einem Gesamtwert von 31 oder mehr. Manchmal wird dies durch eine Sonderrunde namens „Punto“ (Punkt) ersetzt; auf Baskisch „jokua“.
Schließlich werden die angenommenen Einsätze und Pässe gezählt, bis eines der Spielerpaare den zuvor vereinbarten Betrag erreicht hat (in den verschiedenen Regionen Spaniens gelten unterschiedliche Standards, am häufigsten sind jedoch 30). Das Spielerpaar, das zwei von drei Spielen gewinnt, gewinnt eine „vaca“ (was auf Spanisch „Kuh“ bedeutet), und das Paar, das zwei von drei „vacas“ gewinnt, gewinnt das Match.
Eine weitere Besonderheit von Mus ist, dass es sich um ein überwiegend mündliches Spiel handelt, bei dem die Karten nur eine untergeordnete Rolle spielen und sich die Aktionen auf das Austeilen und Abwerfen (falls überhaupt) beschränken. Nachdem die Karten ausgeteilt wurden und das „Mus“ (Ablegen) beendet ist, werden alle Runden mündlich gespielt: Einsätze werden genannt, gepasst, angenommen oder abgelehnt, aber die Karten werden nicht gezeigt, ausgeteilt oder in irgendeiner anderen Weise berührt, und der Spieler ist nur verpflichtet, sie am Ende der Runde zu zeigen, falls dies zur Abwicklung eines angenommenen Einsatzes erforderlich ist. Dadurch eignet sich das Spiel nur bedingt als Zuschauerspiel, und es ist im Vergleich zu anderen Kartenspielen relativ schwierig, es allein durch Zuschauen zu erlernen.






