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Risiko Evolution

Kriegsspiel Science-Fiction 3–5 Spieler 60–60 Min ab 13

Beschreibung

Diese Beschreibung enthält keine Spoiler und nichts, was nicht bereits im Original-Regelwerk des Spiels steht. In der Beschreibung wird erläutert, warum dies wichtig ist.

„Risk Legacy“ verkörpert ein Konzept, das in der Welt der Brettspiele, wenn nicht neu, so doch zumindest selten ist: die Kampagnenführung. Im Kern spielt sich das Spiel, insbesondere zu Beginn, ähnlich wie das klassische „Risk“, allerdings mit einigen Änderungen. Die Spieler kontrollieren Länder oder Regionen auf einer Weltkarte und versuchen durch einfache Kämpfe (bei denen die Spieler würfeln, um zu bestimmen, wer in jeder Schlacht Einheiten verliert), alle Gegner vom Spielbrett zu eliminieren oder eine bestimmte Anzahl „roter Sterne“ zu kontrollieren, die auch als Siegpunkte (SP) bezeichnet werden.

Der Unterschied besteht darin, dass sich „Risk Legacy“ im Laufe der Zeit je nach dem Ausgang jedes Spiels und den verschiedenen Entscheidungen der Spieler verändert. In jeder Partie wählen die Spieler eine von fünf Fraktionen aus; jede Fraktion verfügt über einzigartig geformte Spielfiguren und, was noch wichtiger ist, über unterschiedliche Regeln. Zu Beginn der ersten Partie erhält jede dieser Fraktionen die Möglichkeit, eine Nebenregel zu brechen, beispielsweise die Fähigkeit, Truppen jederzeit während des eigenen Zuges zu bewegen, anstatt nur am Ende.

Was dieses Spiel einzigartig macht, ist, dass die Spieler bei der Auswahl der Fähigkeiten eine der beiden Fähigkeiten ihrer Fraktion wählen, den Aufkleber dieser Fähigkeit auf ihre Fraktionskarte kleben und anschließend die Karte mit der anderen Regel vernichten müssen – und mit „vernichten“ ist genau das gemeint, was die Regeln besagen: „Wenn eine Karte ZERSTÖRT wird, wird sie dauerhaft aus dem Spiel entfernt. Zerreißt sie. Werft sie in den Papierkorb.“ Dieses Schlüsselkonzept zieht sich durch das gesamte Spiel. Manche Aktionen im Spiel wirken sich vorübergehend aus, andere hingegen dauerhaft. Zu diesen Änderungen gehören beispielsweise die Aufstockung der Ressourcen eines Landes (zur Rekrutierung von Truppen anstelle des früheren Rekrutierungsprinzips „Drei gleiche Symbole“), das Hinzufügen von Boni oder Malussen zu den Verteidigungswürfen der Länder oder das Hinzufügen dauerhafter Truppenboni für Kontinente, die sich auf alle Spieler auswirken können.

Auch das Regelwerk selbst ist so konzipiert, dass es sich im Laufe des Spiels verändert; auf den Seiten sind leere Felder vorgesehen, um Regelergänzungen oder -änderungen einzutragen. Ganze Abschnitte der Regeln treten erst zu einem späteren Zeitpunkt im Spiel in Kraft. Die Spielschachtel enthält verschiedene versiegelte Päckchen und Fächer, für deren Öffnung jeweils eine schriftliche Bedingung angegeben ist. Dem Regelwerk zufolge enthalten diese Regelergänzungen, zusätzliche Fraktionsfähigkeiten und andere Dinge, die hier aus Spoiler-Gründen nicht besprochen werden sollten.

Der Gewinner jeder der ersten 15 Partien erhält einen „großen Bonus“, wie zum Beispiel die Gründung einer Großstadt (die nur er in zukünftigen Partien errichten darf), das Entfernen eines permanenten Modifikators vom Spielbrett, das Zerstören einer Länderkarte (wodurch diese in zukünftigen Partien keine Ressourcen mehr für den Kauf von Truppen bereitstellt), einen Truppenbonus eines Kontinents zu ändern oder einen Kontinent zu benennen, was diesem Spieler in zukünftigen Partien einen Truppenbonus verschafft. Spieler, die nicht gewonnen haben, aber nicht ausgeschieden sind, dürfen geringfügige Änderungen an der Welt vornehmen, wie zum Beispiel die Gründung einer kleineren Stadt oder das Hinzufügen von Ressourcen zu einem Land.

Es sei darauf hingewiesen, dass zwar im Laufe des Spiels Karten zerrissen werden, aber durch die versiegelten Päckchen so viele neue Karten hinzukommen, dass das Spiel dadurch nicht beeinträchtigt wird. Es handelt sich auch nicht um ein „Einweg“-Spiel, sondern lediglich um ein individuell angepasstes. Das Spiel kann sich auch über die 15-teilige Kampagne hinaus weiter verändern, und selbst wenn es schließlich keine Veränderungen mehr gibt, besitzt man immer noch ein Exemplar von „Risk“, das völlig einzigartig ist.

Die ersten Partien dauern etwa 30 bis 90 Minuten, einschließlich einer kurzen Erläuterung der Regeln und des Aufbaus.

Jahr
2011
Autor
Rob Daviau, Chris Dupuis
Illustration
Richard Edwards, Jason Taylor
Verlag
Hasbro, Avalon Hill, Heidelberger Spieleverlag

Spielmechaniken

6
Area Movement Dice Rolling Legacy Game Open Drafting Player Elimination
BSL
0
Komplexität
2.59 von 5
BGG
7.4
8.889

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